Impressum

Über die DITIB-Akademie

DITIB-Akademie ist die Ansprechpartnerin für alle Fragen bezüglich der wissenschaftlichen, praktischen und beruflichen Weiterbildung im Bereich der religiösen Dienste. Außerdem stehen wissenschaftlicher Austausch, Vernetzung und vertiefte inhaltliche Kooperation mit akademischen Institutionen (Universitäten, Akademien etc.), die Entwicklung und Durchführung von Schulungskonzepten, was explizit in den Zuständigkeitsbereichen der Religionsgemeinschaft gehört, im Vordergrund. Zu den Aufgaben der DITIB-Akademie gehören ebenso die zielgruppenorientierte Planung, Entwicklung und Durchführung von eigenen Vorträgen, Schulungen, Seminaren und Tagungen.


DITIB: Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.

Gründung
Am 05.07.1984 wurde die DITIB in der Mitgliederversammlung von 230 bereits bestehenden Vereinen als bundesweiter Dachverband nach bürgerlichem Recht gegründet. Mittlerweile gehören annähernd 1000 Vereine dazu, darunter über 850 reine Moschee-Gemeinden.

Über den 2009 begonnenen Neustrukturierungsprozess wurden 10 Landes- und 6 Regionalverbände und angegliederte Frauen- und Jugendverbände gegründet. Mit der Gründung des muslimischen Bundesfrauen- und Bundesjugendverbandes, den Eltern- und Seniorenvertretungen und den Schulreferaten für den Islamischen Religionsunterricht in den jeweiligen Landesverbänden wurden weitere richtungweisende Schritte unternommen.

Diese DITIB-Verbandsstrukturen und DITIB-Ortsgemeinden sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige, eingetragene und gemeinnützige Einrichtungen, die nach den gleichen Prinzipien und satzungsgemäßen Zwecken des DITIB-Bundesverbandes arbeiten.

Der DITIB-Bundesverband als Religionsgemeinschaft ermöglicht, organisiert und begleitet die Religionspraxis für Muslime. Der DITIB-Bundesverband und die in diesem Verband organisierten Strukturen sind in ihrer Funktion zuvorderst religiöse Dienstleister. Darüber hinaus sind aus den religiösen Geboten und der daraus resultierenden Verantwortung auch soziale Dienste für Muslime Teil des Leistungsspektrums.

DITIB ist heute die mitgliederstärkste muslimische Religionsgemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland und hat sich mit ihren religiösen und sozialen Dienstleistungen als eine der wichtigen Säulen der Gesellschaft auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene etabliert. Die DITIB ist für Muslime und Nicht-Muslime gleichermaßen ein verlässlicher, kompetenter und solidarischer Partner.

Zur Verwirklichung der satzungsgemäßen Ziele und Zwecke werden die Aktivitäten in Verantwortung der durch die Gemeindemitglieder gewählten Vorstände hauptsächlich ehrenamtlich ausgeübt.

Arbeitsschwerpunkte der DITIB
Als Religionsgemeinschaft widmet sich DITIB vorrangig den religiösen Diensten und der umfassenden Pflege des religiösen Bekenntnisses in den Gemeinden. Dies wird unter anderem durch eine ganzheitliche, fundierte und zeitgemäße Qualifikation in der Theologie, ergänzt durch geisteswissenschaftlich-soziologische Ansätze gewährleistet. DITIB organisiert dafür vielfältige Dienstleistungen im Bereich der religiösen Erziehung und Bildung, sowie Gottesdienste und interreligiöse Veranstaltungen. Darüber hinaus unterstützt DITIB durch Gemeinwesenarbeit soziale Strukturen und darin jedes einzelne Individuum, um es zu befähigen, für die eigenen Belange, Fragestellungen und Lebensumstände aktiv einzutreten.

Moschee-Neubauten: Würdige Heimstätten für muslimische Glaubensgemeinschaft

Den Hinterhöfen entwachsen
Viele Moscheen in Deutschland sind provisorische Hinterhofmoscheen, die in alten Lagerhallen, Industriearealen, Autohäusern oder anderen Strukturen meist im Industriegebiet gelegen sind.

Von außen als Moschee nicht erkennbar, sind diese provisorisch umgenutzten und baufälligen Gebäudekomplexe inzwischen für die Bedürfnisse der Gemeinden, für die Vielzahl religiöser, sozialer und kultureller Arbeiten und Veranstaltungen nicht ausreichend, sodass ein Neubau erforderlich wird. Darüber hinaus sind die Hinterhofmoschee durch den Bauzustand, aber auch die gegebene Baustruktur und Lage, wenig einladend.

So ist der Wunsch nach einem Neubau eine Entwicklung, die zwei Aspekte umfasst: Zum einen zeichnet dies nach, dass die Muslime im Zuge der dauerhaften Beheimatung und gesellschaftlichen Teilwerdung den Provisorien entwachsen sind. Zum anderen jedoch spiegelt dies auch den Wunsch der Stadtgesellschaft wieder, dass Moscheen offener und einladender in der Architektur gestaltet werden, um Angst- und Kontaktbarrieren zu senken und damit aktiv Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen.

Durch repräsentative Neubauten endlich, die provisorische Hinterhofmoscheen ersetzen, entstehen würdevolle Moscheen und Gemeindezentren, die im Zuge öffentlicher Gespräche und Diskussionen auch neue, zukunftsfähige Perspektiven ermöglichen.

Mit Moscheen, die sichtbar und einladend sind, findet eine bewusste Verortung im Lebensumfeld statt. Denn „Integration durch Baukultur” in ein städtisches Umfeld bietet über das Sichtbarsein und Sichtbarwerden auch Identifikationspunkte für Muslime. Das Ankommen im Architektonischen folgt dem Angenommen-Werden im Gesellschaftlichen.

Den Wunsch nach einem Moschee-Neubau, nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten vor Ort selbstständig und eigenverantwortlich von den Gemeinden getroffen, begleitet und betreut der DITIB-Bundesverband mit seinen Expertisen und seinem Fachpersonal.
//Kontakt: bau@ditib.de